Die Anfänge ...

Der "Spitzerwirt" blickt auf eine lange Tradition zurück. An derselben Stelle, an der heute der Betrieb steht, eröffnete Maria Pettighofer, die Großmutter der jetztigen Besitzer, nach dem ersten Weltkrieg ein kleines Wirtshaus. Der damaligen Wirtin wurde 1919 von Gräfin Kottulinsky die Konzession der Burgtaverne zu Kogl verliehen, nachdem diese durch einen Brand völlig zerstört wurde. Dieses Gasthaus stand an der Nordseite des Koglberges, rechts oberhalb der "Lohninger Kapelle". Der letzte Name war "Zimmermeister". Zur Ausübung eines Gastgewerbes genügte zur damaligen Zeit eine kleine ganz einfache Gaststube, kellerkühles Flaschenbier und vielleicht ein Himbeerkracherl, und für den der sichs leisten konnte eine frische Knackwurst.

So mancher Gast schlief sich auf der für damals üblichen "Ottomann-Soff" direkt am Kachelofen aus und kam morgens nüchtern nach Hause. Dieses Sofa wurde vom nächsten Nachbarn, dem Sattlermeister Kitzmantel, in liebevoller Handarbeit gemacht. Maria Pettighofer führte das Gasthaus neben der bereits bestehenden Käserei. Es wurde hauptsächlich Graukäse gemacht, die dazu benötigten hölzernen Käseformen sind heute noch bei uns im Haus. Der Graukäse würde aber heute die gewünschte Geschmacksrichtung nicht mehr ganz treffen, und deshalb ist bis heute die Graukäse-Produktion nicht mehr angelaufen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb von den Erben Franz und Aloisia Spitzer weitergeführt, die ihrerseits 1982 das Gasthaus an ihren Sohn Gottfried und Schwiegertochter Karoline übergaben. Diese erneuerten als erstes die Küche und die Sanitäranlagen. 1990 bis 1991 wurde das Gasthaus von Grund auf neu gebaut. Seit fast 100 Jahren wird die Gastfreundschaft auf diesem schönen Stückchen Erde groß geschrieben und wir hoffen, dass es uns weiterhin gelingt, diese zu bewahren.

 

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